{"id":123,"date":"2017-09-02T20:45:46","date_gmt":"2017-09-02T20:45:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.made-by-doreen.de\/?p=123"},"modified":"2020-12-28T21:52:05","modified_gmt":"2020-12-28T21:52:05","slug":"der-nachwuchs-der-buchbranche-ist-zu-foerdern-sonst-fehlen-in-den-naechsten-jahren-zahlreiche-kreative-fachkraefte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.made-by-doreen.de\/?p=123","title":{"rendered":"Der Nachwuchs der Buchbranche ist zu f\u00f6rdern, sonst fehlen in den n\u00e4chsten Jahren zahlreiche kreative Fachkr\u00e4fte!"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn es weniger Fachkr\u00e4fte gibt, geht es der Branche schlecht. Ideen, Kreativit\u00e4t, Wissen, und Service sind Mangelware. Die Qualit\u00e4t der Produkte sinkt und ganze Einnahmezweige brechen weg. Unternehmen sparen Geld an allen Ecken und Enden. Investitionen werden heruntergefahren, Werbung auf ein Mindestma\u00df reduziert und Mitarbeiter werden zu geringen L\u00f6hnen und in zeitlich eng begrenzten Arbeitspl\u00e4nen angestellt.<\/p>\n<p>Das muss nicht sein! Wer sein Unternehmen mit den Mitarbeitern und seinen Waren wertsch\u00e4tzt, handelt ganz anders!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von der Ausbildungsst\u00e4tte ins Berufsleben<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In mindestens f\u00fcnf Universit\u00e4ten in Deutschland werden f\u00fcr die Buchbranche Fachkr\u00e4fte ausgebildet. Daneben finden sich auch einige Fachschulen. Zwar meist mit wissenschaftlichem Hintergrund und mit weniger praxisbezogenen Aspekten ausgerichtet, werden hier wesentliche Fachkenntnisse vermittelt. Und es steht der Nachwuchs hier nach einigen Semestern oder nach wenigen Jahren schon in den Startl\u00f6chern. Sie oder er m\u00f6chte nicht nur Praktika oder Volontariate \u00fcber Jahre machen, geschweige denn f\u00fcr 450,00 Euro kassieren gehen. Daf\u00fcr haben viele nicht studiert! Und wer um die 30 Jahre alt ist, m\u00f6chte mal etwas ansparen, in den Urlaub fahren oder eine Familie gr\u00fcnden bzw. ern\u00e4hren.<\/p>\n<p>Schon w\u00e4hrend des Studiums k\u00f6nnen die Firmen, die dem Buchgewerbe nachgehen, gezielt nach passenden zuk\u00fcnftigen Mitarbeitern Ausschau halten, praxisbezogene Kurse bzw. Projekte in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Buchwissenschaft anbieten oder in den Praktika die St\u00e4rken oder das vielf\u00e4ltige K\u00f6nnen mit dem Nachwuchs erarbeiten um sich so qualifiziertes Personal zu sichern! Doch auch wer schon fertig ist, sollte in Zukunft in Form eines Netzwerkes \u00fcber eine Internetplattform, Veranstaltungen, Newsletter oder E-Mail-Verteilern etc. an der Uni auf dem Laufenden gehalten werden. Aber das ist nicht alles, was zu wissen ist!<\/p>\n<p>Der Nachwuchs der Buchbranche bringt viel Leidenschaft f\u00fcrs Buch mit, sonst h\u00e4tten sie ja nicht ein Studium oder eine vergleichbare Ausbildung zum Buch gemacht. Ihnen obliegt die Aufgabe, anderen Menschen die Freude an B\u00fcchern und vor allem die Freude am Lesen zu vermitteln! Auch im digitalen Zeitalter von Smartphones, der zahlreichen sozialen Netzwerke und neuer Kommunikationskan\u00e4le. Sie entscheiden auch dar\u00fcber, welche Literatur in Printform f\u00fcr die Nachwelt erhalten bleiben wird. Und das tun wir auch, wenn uns dazu die entsprechenden Werkzeuge in die Hand gegeben werden und wir eine Chance oder M\u00f6glichkeit erhalten!<\/p>\n<p>Diese zuk\u00fcnftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Buchbranche sind motiviert, engagiert, kreativ, kommen mit innovativen Ideen daher, bringen frischen Wind mit, zeigen Trends auf oder m\u00f6chten einfach nur ihrer Leidenschaft f\u00fcr B\u00fccher oder buchnahe Medien nachgehen. Dass Verlage sowie Buchhandlungen an den Lohnkosten sparen, ist auch in anderen Branchen so. Das demotiviert Mitarbeiter und wirft ein schlechtes Licht auf das entsprechende Branchenmitglied.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Gehalt ist f\u00fcr den Branchennachwuchs wichtig und Service f\u00fcr das Buchunternehmen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine angemessene Bezahlung hilft nicht nur der Arbeitgeberseite, sondern auch der Arbeitnehmerseite. Der Arbeitnehmer spricht positiv von seinem Arbeitgeber und von dem Unternehmen, in dem die- oder derjenige t\u00e4tig ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Aush\u00e4ngeschild einer jeden Firma! Sie pr\u00e4sentieren diese nach innen und vor allem nach au\u00dfen! Wenn Sie ein entsprechendes Auskommen haben, k\u00f6nnen Sie auch mehr B\u00fccher kaufen! Auch wer schon Rente bezieht hat mehr und g\u00f6nnt sich des \u00d6fteren Literatur, anstelle jeden Cent drei Mal umzudrehen, wenn man sich nicht mit wenig Geld immer einschr\u00e4nken muss. Man \u00fcberlegt sich genau, wof\u00fcr man sein Geld ausgibt. Die Buchbranche wird leer ausgehen!<\/p>\n<p>Service wird von vielen Unternehmen gro\u00df geschrieben und als besondere Leistung herausgestellt. In der Realit\u00e4t bleibt dieser oft auf der Strecke, da zu wenig Mitarbeiter besch\u00e4ftigt werden oder diese nur w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten ihre vielf\u00e4ltigen anderen Arbeiten zu erledigen haben: Ein- und Ausr\u00e4umen der Regale sowie Schaufenster, kassieren oder saubermachen. Mit dem Kunden k\u00f6nnen Sie sich nur kurz oder gar nicht besch\u00e4ftigen, geschweige denn diesen ausf\u00fchrlich und umfassend beraten. Kundenw\u00fcnsche oder langwierige Anliegen bleiben unerf\u00fcllt, da schlichtweg die Zeit fehlt! Wenn man als Kunde Gl\u00fcck hat bekommt man einen Gru\u00df beim Betreten des Gesch\u00e4ftes oder ein \u201eAuf Wiedersehen\u201c beim Verlassen desjenigen. Kunden frustriert solche Situationen und sie gehen! Oft f\u00fcr immer!<\/p>\n<p>Wenn Kunden gehen, werden keine Empfehlungen mehr f\u00fcr den Laden ausgesprochen, Ums\u00e4tze bleiben aus und das station\u00e4re Gesch\u00e4ft wird f\u00fcr Firmen zunehmend unattraktiver. Man gibt es auf und wird vielleicht noch im Onlinehandel pr\u00e4sent sein. Was nicht von den Unternehmen bedacht wird ist, dass viele Kundengruppen gar nicht mehr angesprochen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vom Wissen des in Teilzeit arbeitenden Branchennachwuchses profitiert die Buchindustrie!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verlage und auch Buchhandlungen stellen mittlerweile aus branchenfemden Bereichen Mitarbeiter ein. F\u00fcr Abteilungen wie beispielsweise dem Lektorat in Verlagen existiert keine passende Ausbildung. Kr\u00e4fte aus dem Einzelhandel werden im Buchhandel eingesetzt. Es wird zwar Wissen anderer Fachrichtungen gewonnen, aber es geht auch Wissen verloren, da der brancheneigene Nachwuchs oft das Nachsehen hat. Gerade sie wissen um die Bedeutung der Verwendung von verschiedenen Schriftarten, welche Beschreibstoffe und Schreibger\u00e4ten in Laufe der Geschichte verwendet wurden, auf welche verschiedenen Arten ein Buch gebunden sein kann und aus welchen Bestandteilen es besteht, wie wichtig die Haptik f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Leser ist, welche Herstellungsarten und Drucktechniken es gibt, etc. Diese Liste lie\u00dfe sich noch lange fortsetzen.<\/p>\n<p>Doch Arbeit zu bekommen ist selten ein Gl\u00fcckgriff! In Vollzeit manchmal m\u00f6glich, aber nicht die Regel. Selbst Teilzeitkr\u00e4fte, meist Frauen bzw. M\u00fctter, finden schlecht eine feste Anstellung in einem Medienunternehmen. Gerade sie sind auf ein gleichbleibendes und regelm\u00e4\u00dfiges Einkommen angewiesen, da sie neben dem in Vollzeit arbeitenden Partner einen zweiten Lohn ins Haus bringen, aber gleichzeitig f\u00fcr die Kinderbetreuung au\u00dferhalb von Kindertageseinrichtungen oder Schulen mit und ohne Hort und den Haushalt zust\u00e4ndig sind. Enge Betreuungszeiten und fehlende Familienangeh\u00f6rige machen es umso schwerer, dass Frauen eine passende Stelle f\u00fcr ihren fest organisierten Tagesablauf finden. Sie sind fast immer im Nachteil, stecken zur\u00fcck und nehmen aus der Not heraus oft schlechte bzw. geringf\u00fcgig bezahlte Arbeit an oder selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeiten auf. Muss das sein? Nein!<\/p>\n<p>Im Zeitalter der digitalen Kommunikationstechniken kann man viele Arbeiten von zu Hause aus \u00fcber einen firmeneigenen Internetzugang erledigen! Warum bieten das die Arbeitgeber nicht f\u00fcr ihre Mitarbeiter mit Kindern und zu pflegenden Angeh\u00f6rigen an? Es ist eigentlich so einfach! Zugriff zum Intranet oder der Homepage des Arbeitgebers ist eine der einfachsten L\u00f6sungen den Job auch erledigen zu k\u00f6nnen, wenn der Arbeitnehmer anderen Verpflichtungen nachzugehen hat. E-Mails und Webseiten bearbeiten, Rechnungen vorschreiben, Korrespondenzen per Telefon oder Videokonferenzen abhalten, Recherchen t\u00e4tigen, Texte schreiben, Layouts erstellen oder Marketing-, Verkaufs- sowie Werbestrategien entwickeln, etc. F\u00fcr all das und noch mehr ist es nicht notwendig in die Arbeit zu m\u00fcssen! Vorteil f\u00fcr den Arbeitgeber ist ein Mitarbeiter, der weniger wichtige Arbeiten liegen lassen muss, weil seine Arbeitszeit vor Ort zu Ende ist. Arbeitsabl\u00e4ufe k\u00f6nnen besser ineinander greifen oder optimiert werden.<\/p>\n<p>Aber aufgepasst, der Arbeitnehmer setzt den festen Rahmen f\u00fcr seine Arbeitszeit, die er am Tag oder in der Woche bereit ist dem Arbeitgeber zur Verf\u00fcgung zu stellen. F\u00fcr Letzteren muss ausgeschlossen sein, davon auszugehen, dass seine Mitarbeiter rund um die Uhr erreich bar sind. Es sind Ruhezeiten und Privatsph\u00e4re einzuhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verantwortung abzugeben hei\u00dft Mitarbeiter zu halten<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein anderer L\u00f6sungsansatz ist es, den Mitarbeitern zu \u00fcberlassen, dass diese ihre Arbeitszeiten und Arbeitstage innerhalb der vorgegebenen \u00d6ffnungszeiten selbst organisieren. Wichtig ist hierbei Vollzeit- und Teilzeitmitarbeiter sowie Praktikanten, Auszubildende und\/oder geringf\u00fcgig Besch\u00e4ftigte entsprechend der Gr\u00f6\u00dfe des station\u00e4ren Gesch\u00e4ftes oder des Unternehmens miteinander t\u00e4tig sein zu lassen. So kann der Arbeitnehmer besser flexibel eingesetzt werden und gleichzeitig werden famili\u00e4re wie pers\u00f6nliche Belange ber\u00fccksichtigt. Mitarbeiter sind weniger gestresst, erhalten ihre Gesundheit, weisen weniger Krankheitstage auf und erhalten hierdurch auch mehr Eigenverantwortung!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jeder Chef oder Personaler in einem Medienunternehmen sollte gut dar\u00fcber nachdenken, doch mehr in den Branchennachwuchs zu investieren, anstelle nur Profit zu machen! Sie werden es nicht bereuen! Denn wer die passende Kaufatmosph\u00e4re rund ums Buch schafft, die Kultur vor allem der kleinen Buchl\u00e4den bzw. Verlage pflegt bzw. erh\u00e4lt und gern mit Menschen in Kontakt ist, wird gewinnen. Und die Kunden werden es Ihnen danken!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Wenn es weniger Fachkr\u00e4fte gibt, geht es der Branche schlecht. Ideen, Kreativit\u00e4t, Wissen, und Service sind Mangelware. Die Qualit\u00e4t der Produkte sinkt und ganze Einnahmezweige brechen weg. Unternehmen sparen Geld an allen Ecken und Enden. 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