{"id":161,"date":"2018-03-29T21:36:41","date_gmt":"2018-03-29T21:36:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.made-by-doreen.de\/?p=161"},"modified":"2020-12-28T21:49:43","modified_gmt":"2020-12-28T21:49:43","slug":"marketing-fuer-zielgruppen-deutsche-mangaverlage-unter-der-buchwissenschaftlichen-lupe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.made-by-doreen.de\/?p=161","title":{"rendered":"Marketing f\u00fcr Zielgruppen \u2013 Deutsche Mangaverlage unter der buchwissenschaftlichen Lupe!"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So lautete meine Bachelorarbeit 2010! Nun sind seitdem einige Jahre vergangen, so dass ich meine Abschlussarbeit vor einiger Zeit wieder rausgekramt habe, um den einen oder anderen interessanten Schwerpunkt nachzulesen. Dabei sind mir einige relevante Fragen hinsichtlich des aktuellen Marketings der derzeit agierenden Mangaverlage aufgekommen, die den Stoff zu einem neuen Blogbeitrag lieferten. Sie lauteten unter anderem: Was hat sich 2018 in der Mangaszene ver\u00e4ndert? Was ist neu bzw. Trend und welche Verlage verfolgen welche Strategien? Also los geht\u2019s!<\/p>\n<p>Im Zeitalter der digitalen Generation, die sich ein Leben ohne Smartphones sowie I-Phones gar nicht mehr vorstellen k\u00f6nnen, sind die Mangafans auf die eine oder andere interessante App gesto\u00dfen, die entweder mit Lesestoff daherkommt oder sich mit Infos best\u00fcckt als Social Media Plattform pr\u00e4sentiert. Hier h\u00e4lt MangaZone, die f\u00fcr sich als \u201eThe Best Manga Reader APP\u201c wirbt, beispielsweise \u00fcber tausende tolle japanische Comics bereit. Unterschiedlichste Genres lassen den eingefleischten Mangaleser nicht kalt. Zwar kann man die Mangas nur auf Englisch genie\u00dfen, doch wer dieser Sprache m\u00e4chtig ist, kann zahlreiche neue Welten f\u00fcr sich entdecken. Mangas auf dem Handy zu lesen oder auf dem Pad anzusehen, ist f\u00fcr den einen oder anderen Alltag nun also schon l\u00e4ngst Alltag geworden. Der eManga oder eManhwa ist schon da! Wer sich mit Gleichgesinnten auch zu Animes, Cosplaying und so weiter austauschen m\u00f6chte, die neuesten Infos und noch recht unbekannte Werke entdecken m\u00f6chte, der wird auf Anime Animo f\u00fcndig.<\/p>\n<p>Viele junge Mangakas fangen bereits in der Schule an ihre ersten Werke mit Bleistift, Copic Markern und Tusche zu zeichnen. Das war 2010 schon so und ist 2018 nicht anders. Fortgeschrittene Zeichner arbeiten vermehrt mit elektronischen Zeichenboards oder bearbeiten ihre Zeichnungen nur noch digital \u00fcber spezielle Programme wie Clip Studio Paint auf Laptop oder Touchpads nicht selten mit passendem Stift. Das digitale Zeichnen von Mangas ist immer mehr im Kommen, da die Ger\u00e4te leistungsf\u00e4higer geworden sind, mit hoher Bildschirmaufl\u00f6sung punkten, viel Speicherplatz f\u00fcr die Zeichensoftware sowie die dar\u00fcber geschaffenen Bildgeschichten bieten, an jedem Ort \u00fcber mehrere Stunden Akkuleistung genutzt werden k\u00f6nnen und hervorragend aufgrund des ressourcenschonenden Designs schnell transportierbar sind. Was will man mehr.<\/p>\n<p>Es gibt noch mehr zu berichten. Viele der Dojinshi-K\u00fcnstler haben seit einigen Jahren ihren festen Platz mit einem Stand auf der Leipziger Buchmesse! Werbung ist dabei alles! Visitenkarten, Gewinnspiele und zu erstehende selbstgezeichnete Werke in Kopie oder im Original gibt es fast immer. Eine eigene Internetseite und der Facebook-Account sind mittlerweile unverzichtbar geworden. Gro\u00dfe Werbebanner werden zum Eye-Catcher! Viele nutzen das Angebot vom Carlsen Verlag und bringen ihre Mappen voller Zeichnungen sowie unz\u00e4hliger Story-Entw\u00fcrfe zu beiden gro\u00dfen Buchmessen im Jahr f\u00fcr einen Termin zur Mappensichtung mit, um sie begutachten zu lassen. So holen sich die Nachwuchsk\u00fcnstler Tipps und Anregungen f\u00fcr ihren Zeichenstil, neue Werke und manchmal werden sie sogar unverhoffter Dinge unter Vertrag genommen. Was seinen Reiz nicht verlieren wird ist folgende Entwicklung. Auf den Messen sieht man, wen wundert\u2019s noch, immer mehr Cosplayer in ihrer Lieblingsfigur. Diese reisen sogar f\u00fcr die wenigen Tage aus dem Ausland an!<\/p>\n<p>Die deutsche Zeichnerszene ist wie schon erw\u00e4hnt noch recht jung. Viele sind zwischen 15 und 20 Jahre alt, also noch Sch\u00fcler und\/oder Student. Anders als in Japan gehen die meisten hauptberuflich einer anderen T\u00e4tigkeit nach, da die Einnahmen verkaufter Werke nicht dazu ausreichen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Doch die Mangakas, die es geschafft haben, erfreuen sich gro\u00dfer Beliebtheit und reihen sich ein in eine mittlerweile recht buntgemischte Riege professioneller Zeichner.<\/p>\n<p>Der Verkauf von Mangas ist zwar weiterhin r\u00fcckl\u00e4ufig, doch die richtigen Mangaleser kaufen weiterhin, obwohl der Markt seit einigen Jahren ges\u00e4ttigt ist. Gro\u00dfe Mangaverlage wie Tokyopop, Panini, Egmont oder auch Carlsen Manga stehen bei allen Mangafans weiterhin hoch im Kurs. Regelm\u00e4\u00dfig werden von Ihnen \u00fcber Lizenzeink\u00e4ufe haupts\u00e4chlich aus Japan und Taiwan interessante Werke ver\u00f6ffentlicht. Neue wie alte Mangakas werden der deutschen Leserschaft pr\u00e4sentiert. Aber es gibt auch den einen oder anderen neuen Mangaverlag, der mit seinen Titeln immer mehr Leser f\u00fcr sich gewinnt. Darunter sind: Kaz\u00e9, Pyramond oder auch Cross Cult. Erst seit einigen Monaten im Gesch\u00e4ft ist Altraverse f\u00fcr 2018 mit seinem ersten Programm am Start.<\/p>\n<p>Deren Marketingstrategien sind zwar umfangreicher geworden, doch gleichen sich zu denen aus 2010. Es wird weiterhin auf Printwerbung gesetzt, die sich in abgewandelter Form auch online sehen lassen kann, womit die digital agierenden Mangafans erreicht werden k\u00f6nnen. Der eigene Verlagsshop f\u00fcr den Bereich Manga wie bei Egmont und Tokyopop ist zum festen Bestandteil geworden. Leseproben sowie Previews werden nach wie vor als effektive Marketingmethode und konstante M\u00f6glichkeit des Kaufanreizes von unter anderem von Carlsen Manga oder auch von Kaz\u00e9 gesehen. Immer wichtiger werden jedoch die Selfpublisher unter den Mangakas, die den Mangaverlagen fortw\u00e4hrend neue Impulse zu ihren kreativen Ideen rund ums eigene Self-Made-Marketing geben.<\/p>\n<p>Die marketing- und werbetechnischen Entwicklungen werden sicher bald eine gr\u00f6\u00dfere Rolle bei der Gewinnung von neuen Lesern bzw. Nutzern spielen. Doch wer die Mangaszene kennt und aufmerksam verfolgt, der wird schnell merken, dass die Begeisterung f\u00fcr dieses Medium namens Manga nicht abrei\u00dfen wird. Digitale Neuerungen werden nicht nur aus Japan kommend in Deutschland Anklang finden und den k\u00fcnstlerischen Schaffensprozess, das bisherige Marketing sowie die Nutzung des Comics ver\u00e4ndern. Wir blicken also alle gespannt in die Zukunft, was uns zum Thema Manga noch erwarten wird!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; So lautete meine Bachelorarbeit 2010! 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