{"id":503,"date":"2021-02-28T09:35:21","date_gmt":"2021-02-28T09:35:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.made-by-doreen.de\/?p=503"},"modified":"2021-03-13T19:53:34","modified_gmt":"2021-03-13T19:53:34","slug":"die-blogger-mit-den-buechern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.made-by-doreen.de\/?p=503","title":{"rendered":"Die Blogger mit den B\u00fcchern"},"content":{"rendered":"\n<p>Mich faszinieren als Buchwissenschaftlerin die zahlreichen Buchblogs seit einigen Jahren, denn sie stehen f\u00fcr individuelle Lesermeinungen und anspruchsvollen Content auf hohem Niveau abseits des Mainstreams. Da ich seit Mitte 2020 die Idee zu diesem Blogbeitrag hatte, wollte ich unbedingt gefragte Buchblogger zu Wort kommen lassen. Deshalb gibt es ein superriesiges Dankesch\u00f6n f\u00fcr <strong>Franziska<\/strong> <strong>Kurz <\/strong>mit ihrem Blog <strong>Franzi liest (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/franzi-liest.de\/wp\/\" target=\"_blank\">https:\/\/franzi-liest.de\/wp\/<\/a>) <\/strong>und <strong>Daniela &#8222;Br\u00f6sel&#8220; Kaiser von<\/strong> <strong>Br\u00f6sels B\u00fccherregal (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.broesels-buecherregal.de\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.broesels-buecherregal.de\/<\/a>)<\/strong>, deren Meinung ich hier mit einflie\u00dfen lassen durfte. Also freut euch auf die beiden Buchbloggerinnen, die Einblicke in einen kleinen, aber bedeutenden Bloggerkosmos geben!<\/p>\n\n\n\n<p>Buchblogger und Literaturblogger machen Lust auf mehr Lesen! Sie schreiben \u00fcber Neuerscheinungen, bringen neue wie alte Titel ins \u00f6ffentliche Gespr\u00e4ch, wandeln in speziellen Genres umher, rezensieren im Monat um die 10 gelesene B\u00fccher, pr\u00e4sentieren ihre pers\u00f6nlichen Leselisten auch auf Youtube, berichten \u00fcber ihre Leseerfahrungen und ver\u00f6ffentlichen ihre selbstgeschriebenen Werke. Dabei haben sie immer ihre Leidenschaft vor Augen: Die Liebe f\u00fcr B\u00fccher und die Begeisterung f\u00fcr die Literatur, so wie es bei <strong>Franziska <\/strong>der Fall ist. Ein Leben ohne die Welt zwischen den Buchdeckeln, k\u00f6nnen sie sich nicht vorstellen. Gleichfalls ein Vorbild mit dem Buchbloggen f\u00fcr andere Leser zu sein, macht <strong>Daniela <\/strong>sehr stolz. Das sehe ich genauso.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Buchblogger oder ein Literaturblogger oder ein Messeblogger oder ein Buchvlogger?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was unterscheidet einen Buchblogger vom Literaturblogger? Mehr als einmal ging mir diese Frage, w\u00e4hrend ich an diesem Blogbeitrag geschrieben habe, durch den Kopf. Eigentlich gibt es keinen Unterschied, da das Wort Literaturblogger nur ein weiteres Synonym f\u00fcr Buchblogger ist. Dennoch ist mir bei meinen Recherchen aufgefallen, dass es \u00fcberwiegend Buchblogger gibt, die \u00fcber verlegte Titel schreiben und nur ein geringer Teil, die eigenen literarischen Sch\u00f6pfungen vorstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ganz normaler Buchblogger sucht sich seine B\u00fccher f\u00fcr seinen Blog selbst aus oder arbeitet mit Autoren f\u00fcr die Erstellung von Rezensionen zusammen. Er oder sie kann sich dar\u00fcber hinaus bei den Verlagen anmelden, um sich \u00fcber deren neue Titel zu informieren bzw. zu schreiben, um kostenlose Leseexemplare zu erhalten oder um auf interessante Events eingeladen zu werden. Wer \u00fcber die neuen Verlagserscheinungen einen Beitrag verfasst, verdient meistens kein Geld. Hin und wieder entsteht eine Zusammenarbeit oder eine kleine Kooperation. <strong>Franziska<\/strong> hat dies bereits mit <strong>Buchrevier<\/strong> und <strong>Marie&#8217;s Salon du livres<\/strong> machen d\u00fcrfen und bei <strong>Daniela <\/strong>waren es <strong>Sarah von pinkfisch.net<\/strong>, <strong>Marina von nordbreze.de, Damaris von <\/strong><a href=\"http:\/\/damarisliest.de\"><strong>damarisliest.de<\/strong><\/a><strong>, Trude von <\/strong><a href=\"http:\/\/literaturpower.de\"><strong>literaturpower.de<\/strong><\/a> und ebenso <strong>Tilman von <\/strong><a href=\"http:\/\/54books.de\"><strong>54books.de<\/strong><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcreinander zu werben ist das Resultat solch einer Partnerschaft, die manchmal sogar mit der \u00dcbersendung von Buchboxen, B\u00fcchern oder E-Books gew\u00fcrdigt wird bzw. mit einem geringen Honorar verg\u00fctet wird. <strong>Daniela<\/strong> meinte dazu: \u201a<em>Allein mit der Digitalisierung und Social Media erkennen auch Verlage, Agenturen und Autoren das Potenzial und den Mehrwert f\u00fcr eine (bezahlte) Zusammenarbeit \u00fcber freie Rezensionsexemplare hinaus.<\/em>\u2018 Einige wenige Buchblogger dagegen bloggen f\u00fcr eine Buchhandlung auf deren Webseite, um die Kunden gezielt auf bestimmte Titel aufmerksam zu machen. Manche bloggende Buchliebhaber nutzen zudem Affiliate-Programme, die sogar von Buchhandlungen angeboten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Buchmesseblogger? Na, das sind auch Buchblogger, die f\u00fcr einen Verlag auf den gro\u00dfen Buchmessen unterwegs sind und ihre Eindr\u00fccke in den sozialen Netzwerken verbreiten. Der Carlsen Verlag ist da einer der gro\u00dfen Verlage, die Messeblogger gezielt suchen. Buchvlogger legen regelm\u00e4\u00dfig ihren Followern auf Youtube oder Instagram ihre Buchlieblinge ans Herz. Mit Patreon ist es ihnen sogar m\u00f6glich, Nutzer dazu zu bewegen, f\u00fcr Content zu Videos oder Textbeitr\u00e4gen ein kleines Entgelt zu erhalten, dessen H\u00f6he gestaffelt nach drei eingestellten Angeboten w\u00e4hlbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Buchblogger folgen auch anderen Buchbloggern bzw. Buchvloggern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Begeisterung, Leidenschaft, Inspiration und Euphorie geh\u00f6ren dazu, wenn Buchblogger treue Leser haben und sogar selbst anderen Buchbloggern bzw. Buchvloggern in den sozialen Netzwerken folgen. Das gewisse Etwas wie <em>\u201aPers\u00f6nlichkeit, Begeisterungsf\u00e4higkeit, eine klare Linie\u2018<\/em> ist f\u00fcr <strong>Franziska<\/strong> wichtig. Bei <strong>Daniela<\/strong> dagegen, da <em>\u201asollte der Buchgeschmack ein \u00e4hnlicher sein\u2018<\/em> und der Buchblogger braucht ihrer Ansicht nach eine gewisse Portion \u00dcberzeugung sowie <em>\u201aeine stimmige Bildsprache\u2018<\/em>. Ich denke, dass gerade das Storytelling ein immer bedeutenderes Handwerkszeug f\u00fcr einen guten Buchblogger ist. Allein mit W\u00f6rtern jemanden mitrei\u00dfen zu k\u00f6nnen, erfordert ein besonderes Gef\u00fchl, die richtige Sprache zu finden und anzuwenden. Aus dem pers\u00f6nlichen N\u00e4hk\u00e4stchen zu plaudern, erzeugt beim Leser eine gewisse N\u00e4he und macht den Buchblogger sympathischer.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die bekannteste Buchbloggerin und Buchblogger als Gewinner<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Buchblogger sind weiblich. Zwar gibt es auch den einen oder anderen m\u00e4nnlichen Vertreter, doch die Mehrheit ist unter den Frauen auszumachen. Die wohl bekannteste unter ihnen ist Karla Paul. Sie hat schon f\u00fcr die gro\u00dfen \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten und f\u00fcr etliche Zeitschriften auf Buchempfehlungen verwiesen. Wer seine Leser begeistern will, braucht einige wichtige Fertigkeiten: So sieht <strong>Franziska<\/strong> dies in der Struktur der geschriebenen Texte mit einer Einleitung, dem Inhalt, Vergleich zu anderen Titeln, den vorgestellten Protagonisten oder dem verwendeten Stil.<\/p>\n\n\n\n<p>Literatur- bzw. Buchpreise abger\u00e4umt? Unter Buchbloggern ist dies seltener der Fall als unter Fashionbloggern, doch es gibt sie. Der Buchblog-Award, der seit 2017 existiert, ist der reichweitenst\u00e4rkste Buchbloggerpreis. Bereits 2016 wurde Das Deb\u00fct ins Leben gerufen, der vorrangig deb\u00fctierende Romanschreiber ehrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Buchblogger auf Youtube, Instagram, Pinterest und Tik Tik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Buchblogger eroberten nicht nur Facebook, sie tummeln sich mittlerweile auch auf Youtube, Instagram (hier ist es in erster Linie Bookstagram) oder Pinterest und auch neuerdings auf Tik Tok. Jedes einzelne Soziale Medium hat seine eigenen Vorz\u00fcge. Auf Facebook lassen sich ebenso wie auf Instagram Gruppen bilden, Youtube bietet im Gegensatz zu Tik Tok das Ver\u00f6ffentlichen langer Videos an, auf Instagramm und Pinterest l\u00e4sst man Bilder f\u00fcr sich sprechen, Youtube sowie Instagram erm\u00f6glichen Abos von Kan\u00e4len und bei Facebook und Istagram kann man mit Hashtags # auf B\u00fccher aufmerksam machen. \u00dcber diese sozialen Netzwerke sind sie eng mit den B\u00fccherratten verbunden bzw. in Kontakt. Netzwerken und eine Community zu begeistern, den Funken f\u00fcr die Euphorie f\u00fcr B\u00fccher \u00fcberspringen zu lassen und authentische Leseerlebnisse zu teilen, das ist Buchbloggen und macht einen echte Buchinfluencer aus. Der Austausch mit seinen Followern macht diese facettenreiche Art des Bloggens so spannend. Und dieser Meinung ist ebenso <strong>Franziska<\/strong>, denn mit einer gro\u00dfen Gruppe \u00fcber ein Lieblingsthema zu quatschen, ist faszinierend. Dabei ist ihr die Diskussion mit Gleichgesinnten zum Thema Markenwerdung auf der Leipziger Buchmesse 2018 noch gut im Ged\u00e4chtnis geblieben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber eine Buchbloggerin bin ich vor einer ganzen Weile auf den Begriff SuB, der ein Stapel ungelesener B\u00fccher bedeutet. Meine Recherchen dazu brachten mich auch zu SaB, f\u00fcr einen Stapel angelesener B\u00fccher, und LiB, f\u00fcr Liste interessanter B\u00fccher, die sowohl gelesene als auch ungelesene Titel meinen. Alle drei Begriffe stehen f\u00fcr eine Leseliste. Die eigenen pers\u00f6nlichen Leselisten vorzustellen, funktioniert besonders gut \u00fcber Youtube. Die Buchvlogger sind hier recht einfallsreich unterwegs, angefangen von Video-Tageb\u00fcchern bis hin zu Lese-Challenges. Ab und an schaut sich auch <strong>Daniela <\/strong>andere Buchvlogger, darunter <strong>Kathy von AnotherGreatEtc<\/strong>, die \u201a<em>ihre B\u00fccherliebe in wundervollem Englisch zeigt<\/em>\u2018.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Pinnen von Buchempfehlungen oder Leselisten auf Pinterest ist meiner Meinung nach eine der erfolgreichen M\u00f6glichkeiten auf sich und seinen Buchgeschmack in visueller Form aufmerksam zu machen. Bei Instagram ist dies zwar in einer anderen Neue Impulse und Ideen zu geben, dass selbst einfache Bilder ohne Worte f\u00fcr die Vielfalt des Lesens sowie f\u00fcr die Welt der B\u00fccher sprechen, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Ich habe mich schon oft dabei ertappt, wie ich ein Wahnsinnsbild nach dem anderen entdeckt habe. Immer wieder f\u00e4llt mir dabei auf, dass die qualitativ hochwertigen Fotos, Zeichnungen oder Graphiken von derart \u00fcberzeugender Kreativit\u00e4t sind, dass man es selbst nachmachen m\u00f6chte oder eigene k\u00fcnstlerische Ideen entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zuh\u00f6ren will gelernt sein!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Buchblogger verf\u00fchren uns zum Lesen, ob es nun analog oder digital ist. F\u00fcr einen Buchblogger ist es daher wichtig gelesen zu werden, aber genauso wichtig ist das Zuh\u00f6ren und das Feedback. Die Best\u00e4tigung von aufmerksamen Lesern macht einen Buchblogger stolz. Das merkt <strong>Daniela<\/strong> auch an. Und sie wird sich gern an den Vortrag beim Carlsen Verlag in 2016 erinnern, bei dem sie aus ihrem Dasein als Literaturbloggerin berichten durfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Allein die Wertsch\u00e4tzung und W\u00fcrdigung der Arbeit und der Vermittlung rund um das Lesen sowie die Literatur zeigt, wie bedeutend diese in unserem Alltag und Leben sind. Man sollte sie nicht als Selbstverst\u00e4ndlichkeit abtun oder ignorieren. Des Weiteren sollte eine Zusammenarbeit zwischen Bloggern oder Autoren auf gegenseitigem Respekt und Anerkennung fu\u00dfen und weniger in Forderungen oder zu hohen Erwartungen enden. Denn Buchblogger liefern ihren ganz eigenen und bedeutenden Beitrag zur Lesevermittlung und sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Autoren und Lesern!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mich faszinieren als Buchwissenschaftlerin die zahlreichen Buchblogs seit einigen Jahren, denn sie stehen f\u00fcr individuelle Lesermeinungen und anspruchsvollen Content auf hohem Niveau abseits des Mainstreams. Da ich seit Mitte 2020 die Idee zu diesem Blogbeitrag hatte, wollte ich unbedingt gefragte Buchblogger zu Wort kommen lassen. 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