An Künstlicher Intelligenz, kurz KI, kommt keiner mehr vorbei, auch nicht die Buchbranche. Einerseits erleichtert sie verschiedene Arbeitsprozesse, für die man sonst Tage oder Wochen benötigt hätte, aber andererseits sind mit ihr auch rechtliche Probleme entstanden, deren Lösungen schwierig umzusetzen sind.
Künstliche Intelligenz dient als Arbeitserleichterung und bietet als Unterstützung neue Möglichkeiten für die Buchbranche. Datenmengen können mit ihr schneller gesichtet werden und kreative Denkanstöße ergebnisorientierter bearbeitet werden. Aber Achtung ist geboten, denn KI ist zu kontrollieren, da diese auch Fehler macht oder sich Sachverhalte zusammenreimt. Man sollte also nicht nur der KI vertrauen, sondern kritisch hinterfragen, ob das richtig ist, was die KI erstellt hat.
Berechtigte Befürchtungen um den Jobverlust durch Künstliche Intelligenz, die das Arbeiten grundlegend verändert, sind gleichfalls in der Buchbranche zutreffend, doch es ist immer wichtig sich damit auseinander zu setzen und nicht unter den Tisch fallen zu lassen. Wer die KI als Partner betrachtet, kann mit KI-Agenten beispielsweise die nächsten Arbeitsabläufe in der Textproduktion oder im Buchmarketing planen, um effektiv Zeit sowie Ressourcen zu sparen und den Fokus auf andere buchrelevante Themen legen.
Die KI gefährtet mitunter die Kreativität, denn die trainierte KI erschafft ähnliche Werke aus dem vorhandenen Wissen bzw. den audiovisuellen Daten. Dies geschieht ungeachtet der Verletzung rechtlicher Festlegungen durch Menschen. An ethische Regeln, Urheberrechte, Gesetze, Gerichtsurteile, festgelegte Werte und Normen sowie Rechtsverordnungen muss sich auch eine KI halten! Klagen gegen die Unternehmen von Künstlicher Intelligenz sind mittlerweile aus diesem Grund kein Einzelfall mehr. Zudem werden die Stimmen nach einer KI-Ethik immer lauter.
Auch der Wissensverlust bei den Nutzer von KI führt schon jetzt zu großen Schwierigkeiten, was bereits bei Kindern und Jugendlichen festgestellt wurde. Das Gleiche gilt für die Vernichtung von alten Druckerzeignissen für das Training von KI, was zum Verlust des menschlichen Wissenserbes führt.
Für die massenhafte Erstellung von Textwerken durch KI führt außerdem zu vermehrten Manuskripteinsendungen, denen die Verlage ausgesetzt sind. Dabei ist es für Verlagslektoren immer schwieriger geworden, gut Texte von echten Menschen zu erkennen. Des Weiteren sind KI-generierte Bücher im Vormatsch, die zu einem Qualitätsverlust in der Gestaltung sowie bei den literarischen Inhalten führen. Die Wertschätzung gegenüber den von Menschen geschriebenen Büchern sinkt zunehmend durch diese Entwicklung.
Viele Themenbereiche in der Buchbranche sind einem Wandel durch KI ausgesetzt, so dass im Moment nicht abzusehen ist, in welche Richtung die neue Technologie uns beim Schreiben, Illustrieren, Fotografieren und Büchermachen führen wird.