Buchjournal – Lesetagebuch – Reading Journal – Book Journal

Wer seine Lesegewohnheiten organisieren möchte, wird über Buchjournals oder Lesetagebüchern, die von etlichen Verlagen seit einiger Zeit hübsch gelayoutet in verschiedenen Ausführungen und vorgefertigten Seiten auf den Markt gebracht wurden, verschiedene Lösungen für seine Notizen und Gedanken finden. Auch für Liebhaber des Journalings gibt es schöne Note Books, die über ein minimalistisches Layout der Kreativität freien Lauf lassen. Die Grenzen zwischen den einzelnen Verwendungsformen der verschiedenen Book Journals sind mittlerweile fließend. Nachfolgend wurden von mir einige näher beleuchtet. Lasst euch zum Buchjournal inspirieren

Notizbuch für gelesene Bücher

Eine sehr einfache Möglichkeit seine gelesenen Bücher festzuhalten ist ein einfaches Notizbuch, das nur eine Übersicht eventuell nach Themen oder Genres geordnet zu Titel, Autorenname, Bandnummer, Seitenzahl, Verlag, Format (wie Hardcover, Taschenbuch, EPUB, PDF etc.) und Veröffentlichungsjahr oder Lesejahr bzw. Lesedatum verschiedener Werke wiedergibt. Es können auch kurze Anmerkungen zu finden sein, ob ein Buch zu empfehlen ist oder nicht.

Lesetagebuch

Im sogenannten Lesetagebuch lassen sich aus den gelesenen Büchern nicht nur die eigenen Leseeindrücke formulieren, sondern es werden darin ausführlichere Leseinformationen niedergeschrieben. Für sich selbst können der Kaufort, das Kaufdatum und der Buchpreis wichtige Infos darstellen, um sich zu erinnern, wo es gute Bücher zu erwerben gab oder welche Bücher zu einer bestimmten Zeit gerade sehr interessant waren. Auch kann es für Ideen für neuen Lesestoff von Vorteil sein, wo Bücher entdeckt wurden: im Buchladen, in einer Zeitschrift, im Internet, bei Familie oder Freunden, auf dem Flohmarkt oder wo noch. Man kann im Lesetagebuch seine Lieblingszitate bzw. Lieblingsstellen notieren, die in einem bestimmten Buchtitel zu finden sind, um sie bei Bedarf nachlesen zu können. Hieraus lassen sich auch Wunschlisten zu weiteren Werken von bestimmten Autoren erstellen. Wenn es aber um Bewertungen zu den gelesenen Werken geht, kann man auch gut anderen Empfehlungen über seine ausführlicheren Gedanken zu einem Werk geben, welches besonders lesenswert ist und welches eher nicht. Für aussagekräftige Bewertungen können sich Sterne, Balken oder Punkte sehr gut eignen. Über diese Vorarbeit kann man mit Hilfe eines Zeitplans zudem seine Rezensionen vorbereiten. Mit chronologischen Gliederungen kann man zeitlich gesehen zurückverfolgen, wann man ein gutes oder ein weniger gutes Buch gelesen hat. Ebenso lassen sich prägnante Szenen mit Angabe der Seitenzahl oder den Lieblingsprotagonisten, die im Gedächtnis geblieben sind, aus seinen Büchern festhalten.

Reading Journal

Beim Reading Journal steht eher die Gestaltung der einzelnen Seiten zu einem bestimmten Buchthema im Vordergrund. Mit Vorliebe werden leere Notizbücher dafür genommen, die mitunter äußerlich, aber hauptsächlich innerlich einer ästhetischen buchkünstlerischen Umformung unterliegen. Die wohl bekannteste Übersicht ist der Stapel zu den eigenen ungelesenen Büchern (SUB), in der sich jeweils in Spalten mit und ohne Nummerierung Buchtitel, Autorenname, Genre, Bandanzahl und ein Häkchenbereich für gelesen wiederfindet. Darüber lassen sich Lesechallenges gut vorbereiten, denn in nächster Zeit oder in einer zeitlichen Abfolge aus einem Genre bzw. mehreren Genres oder von einem Autor bzw. mehreren Autoren zu lesen, verdeutlichen die eigenen Leseziele. Für all diejenigen, die vorwiegend Challenges mögen wäre es auch denkbar sich eine feste Anzahl von zu lesenden Büchern zu überlegen, die man im Monat oder Jahr gut schafft zu lesen, und dann entweder den Buchtitel mit Autor oder nur ein kleines Bild vom Buchcover in die erstellte Übersicht zur Lesechallenge kleben. Man könnte auch eine Buchstabenaufstellung machen, die alphabetisch immer einen neuen Buchtitel zum Nachlesen oder als Bild präsentiert. Denkbar ist auch zu einem bestimmten Thema, wie Zeitgeschichten, Erotik, Theaterstücken, Anthologien, Balladen etc. sich Bücher herauszusuchen und in einer Jahreschallenge zu lesen. Um aus einer Jahreschallenge eine Rankingübersicht zu machen, kann man sich ein Genre oder Thema herausgreifen und in eine Balkendiagramm gestalten, die man mit dem besten Titel beginnen lassen kann oder zeitlich als Jahresabfolge gestalten könnte.

Wenn man noch eine weitere Übersicht für die Anzahl der in einem Monat gelesenen Bücher machen möchte, ist zudem ersichtlich, wieviele Bücher man monatlich schaffen konnte. Hier kann auch wieder eine Unterteilung in Klassiker, SUB, Neuerscheinungen, Genres oder Autorennamen machen. Wer es sich zeitlich visualisieren möchte, kann an einem monatlichen Zeitstrahl festhalten, von wann bis wann Bücher gelesen wurden. Auch sehr interessant ist, um nachzuverfolgen, seit wann eine Neuerscheinung zum Lesen veröffentlicht wurde, die Monatsübersicht oder Jahresübersicht. Über diese kann man auch Vermerke machen, wenn man sich das Buch dann doch gekauft oder bekommen hat und wie lange es gedauert hat, bis man es schließlich gelesen hat. Diese Liste könnte auch als Wunschliste für Bücher umgewandelt werden.

Außerdem finden sich mittlerweile in bestimmten Genres oder von etlichen Autoren ziemlich viele Reihentitel, die man lesen möchte und um den Lesestand festzuhalten, kann man sich auch mit der Erstellung von Reihentrackern behelfen. In dieser Aufstellung kann man den Reihentitel notieren und den Fortschritt in der einzelnen Reihe am besten über Kästchen zum Ausmalen eintragen. Wenn es detailreicher werden soll, kann man sich die in einem Reihentitel befindlichen Buchtitel vermerken, um diese zu markieren, wenn man sie gelesen hat. Wer richtig kreativ sein möchte, kann sich ein Bücherregal mit Büchern darin aufmalen, die auf dem Buchrücken den Titel des gelesenen Buches zeigen oder man kann auch die Orte aus Lieblingsbüchern in einer imaginären selbst erstellten Landkarte festhalten.

Book Review Journal

Diese Form des Buchjournals kann gut für Rückblicke auf gelesene Bücher verwendet werden. Gestalterisch lassen sich die Buchcover nebst dem Titel, dem Autor, dem Genre, dem Lesemonat, der Bewertung und einer kurzen Notiz zum Buch selbst gut auf einer Seite oder Doppelseite unterbringen. Damit kann man seine eigenen Buchrückblicke übersichtlich halten.

Ich hoffe, es war für jeden etwas Passendes dabei und ihr habt für euch das richtige Notierbuch gefunden, um eure Leselisten und Leseergebnisse zu Papier zu bringen.